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/ecm-Diskurs 50: Beyond countering the canon: Ein digitales Kunstmagazin als Plattform globaler Kontexte und Diskurse

 

Freitag, 27. November 2020, 19.00
Universität für angewandte Kunst Wien
Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien
Auditorium und digital

Vortrag: Julia Grosse, Chefredakteurin C&, Berlin
Moderation: Luisa Ziaja, /ecm Leitungsteam

Mit Blick auf die weltweiten Biennalen existiert ein wachsender Hype um die so genannte "Globale Kunst"; diese Perspektive richtet ihren Fokus jedoch zumeist auf die Kunstproduktion nicht-europäischer und nicht-US-amerikanischer Kontexte. Die Wahrnehmung zeitgenössischer Kunst aus Afrika und der Diaspora ist Teil dieses Phänomens. Diese Aufmerksamkeit ist ohne Frage wichtig und relevant, sie sagt jedoch auch etwas über die Hierarchien zwischen "Zentrum" und "Peripherie" aus, sowie über die Tendenz, 'Globale Kunst' zu adressieren, aber den Begriff synonym für "das Andere" zu verwenden.
In ihrem Vortrag wird Julia Grosse über ihre Arbeit vor allem mit Fokus auf C& sprechen, sowie über Methoden, Definitionen und Herausforderungen ihres Engagements für die Sichtbarkeit und den Diskurs um zeitgenössische Kunst aus der globalen Diaspora. 

Julia Grosse ist Journalistin, Kunsthistorikerin und Mitbegründerin und Chefredakteurin der Kunstzeitschriften Contemporary And (C&) und C& América Latina. Bis 2013 arbeitete sie als Kunstkorrespondentin in London für FAS, SZ Magazin, AD Magazine und taz. Sie schrieb und veröffentlichte mehrere Bücher, wie z.B. I am built inside you, Sternberg Press, 2017. Ihr Buch "Ein Leben lang" erzählt die Geschichte der 70-jährigen Ehe ihrer Großeltern und erschien 2018 (Hoffmann und Campe). Derzeit ist sie Gastdozentin am Institut für Kunst im Kontext an der UdK in Berlin.

Die Anzahl vor Ort ist sehr begrenzt, daher bitte unbedingt anmelden für eine Platzzuweisung oder den zoom Link

Eintritt frei, Anmeldungen erbeten unter ecm_anmeldung@uni-ak.ac.at

Sich mit Sammlungen anlegen. Gemeinsame Dinge und alternative Archive

 

Do, 15. Oktober 2020, 18.00–21.00 Uhr
Buchvorstellung und digitale Round Tables
HKW Berlin

ONLINE auf hkw.de

Wie lässt sich die Idee der Commons im Kontext von Museen, Archiven und Sammlungen denken? In welchem Spannungsverhältnis stehen alternative Sammlungsstrategien und die Reproduktion eines etablierten Kanons? Welche Rolle spielen künstlerische Praxen für die Demokratisierung und Zugänglichmachung von Sammlungen?

Gegen den Trend einer zunehmenden Ökonomisierung und Kanonisierung des Sammelns gibt es immer lautere Stimmen, die Leerstellen in Sammlungen kritisieren und Diskussionen über neue diverse Sammlungsstrategien befeuern. Versteht man die Schaffung von Commons auch als eine soziale Praxis für die Formulierung alternativer Formen der Wissensproduktion und des Wissensaustauschs, so eröffnen sich für öffentliche Museen, Sammlungen und Archive herausfordernde Fragestellungen hinsichtlich Zugänglichkeit, Eigentum und Öffentlichkeit. Ausgehend von dem kürzlich erschienenen Band Sich mit Sammlungen anlegen. Gemeinsame Dinge und alternative Archive entwickeln die Beitragenden neue Perspektiven auf die Verknüpfung etablierter institutioneller Infrastrukturen und alternative Methoden des Sammelns.

Mit Antonia Alampi, Stefan Aue, Filipa César, Knut Ebeling, Martina Griesser-Stermscheg, Belinda Kazeem-Kamiński, Vera Lauf, Cornelia Sollfrank, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja, Franciska Zólyom u. a.

Das Programm findet in englischer Sprache und im Rahmen des Projekts Das ganze Leben. Archive und Wirklichkeit des Haus der Kulturen der Welt Berlin statt.

Martina Griesser-Stermscheg, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja (Hg.), Sich mit Sammlungen anlegen. Gemeinsame Dinge und alternative Archive, curating. ausstellungstheorie & praxis Band 5, 
Edition Angewandte, de Gruyter, Berlin/Boston 2020

COVER: Videostill aus Voids. The Letter von Belinda Kazeem-Kamiński © Wien Museum